Der
Auftritt im Arthur Ashe Stadium, um im Finale der US Open auf Aryna Sabalenka zu treffen, war für Amanda Anisimova entmutigend, obwohl sie nach einer 6:3-Führung im Head-to-Head gegen die Nummer 1 der Welt Selbstvertrauen hatte. Anisimova sah sich jedoch einer unvorhergesehenen Herausforderung gegenüber, die nicht nur ihre gefürchtete Gegnerin betraf, sondern auch das Stadion selbst, das zu einer unerwarteten Hürde wurde, die zu ihrer Niederlage führte.
In einem aufschlussreichen Moment während der Pressekonferenz nach dem Spiel, als er nach Unannehmlichkeiten während des Spiels gefragt wurde, wies Anisimova auf ein wichtiges Problem hin. Das Finale wurde bei geschlossenem Dach des Arthur Ashe Stadions wegen schlechten Wetters ausgetragen, was zu einer Bedingung führte, auf die sie sich nicht vorbereitet hatte. „Nun, ich habe tagsüber nicht bei geschlossenem Dach auf dem Platz gespielt. Und es war buchstäblich wie weiß. Und ich konnte den Ball nicht sehen, wenn ich aufschlug. Vom Aufwärmen an hatte ich das Gefühl: ‚Das wird wirklich ein Problem für mich.‘ Ich wusste nicht, was ich tun sollte“, verriet sie.
Die plötzliche Änderung der Bedingungen war ein Schock für den US-Amerikaner, der sich vor einem so wichtigen Spiel besonders schwer an die Beleuchtung und das weiße Dach gewöhnen musste. Trotz ihrer Bemühungen und mehrerer Beschwerden bei der Schiedsrichterin Mirjana Veljovic blieb die Situation unverändert und beeinflusste ihre Leistung stark. Anisimovas Aufschlag litt erheblich, sie wurde insgesamt fünfmal gebreakt – dreimal im ersten Satz und zweimal im zweiten Satz und gewann nur zehn Punkte bei ihrem zweiten Aufschlag (36 %). „Es war extrem frustrierend für mich. Ich meine, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, und das hat mir den Aufschlag heute sehr, sehr erschwert“, sagte sie.
Aryna Sabalenka macht Anisimova Mut
Nach dem Spiel tauschte Aryna Sabalenka herzliche Worte mit Anisimova aus, in denen sie ihre Enttäuschung anerkannte, aber auch Mut machte. Sabalenka bewunderte Anisimovas Weg zur zweiten Grand-Slam-Finalistin in Folge und versicherte ihr zukünftige Siege. „Ich weiß, wie sehr es weh tut, im Finale zu verlieren. Aber glaub mir, in dem Moment, in dem du dein erstes Spiel gewinnst, wirst du gewinnen. Du spielst unglaubliches Tennis“, würdigte Sabalenka Anisimovas Talent und Widerstandsfähigkeit.
Anisimova nahm eine wichtige Lektion aus ihrer Erfahrung im Arthur Ashe Stadium mit und versprach, sie als Lernerfahrung für zukünftige Wettbewerbe zu nutzen. Unterdessen fiebert die Tenniswelt dem Herrenfinale zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz entgegen, das einen weiteren spannenden Abschluss der US Open verspricht.