Im Verlauf der Tennissaison nach den Australian Open und mit den laufenden Masters-Turnieren nimmt sich die Tennis-Community einen Moment zur Reflexion angesichts ihres vollen Terminkalenders. Mark Hodgkinson, ein geschätzter Telegraph-Korrespondent, renommierter Autor und der Geschichtenerzähler hinter Andy Murrays Weg, ist verstorben und hat Fans und Kollegen am Boden zerstört.
Mark Hodgkinson starb im Alter von 46 Jahren, nachdem er plötzlich in seinem Haus in West Sussex erkrankt war. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und verstarb am Donnerstag, den 5. Februar. Sein unerwarteter Tod hat sowohl die Tennis- als auch die Journalismuswelt tiefgreifend beeinflusst.
Er hinterlässt seine Partnerin Amy und ihre beiden Töchter, Molly, 15, und Rosie, 12. Zahlreiche Ehrungen folgten schnell von Freunden, Kollegen und Lesern, die seine Arbeit und seinen Charakter bewunderten.
Bekannt für seine lebhafte Persönlichkeit und seinen unverwechselbaren Schreibstil, hinterließ Hodgkinson früh seinen Namen. Seine Ernennung zum Tenniskorrespondenten des The Telegraph im Jahr 2005, als er Mitte 20 war, überraschte viele, markierte aber den Beginn eines bedeutenden Kapitels im Tennisjournalismus.
Die Position des Tenniskorrespondents beim Telegraph genießt ein bemerkenswertes Prestige, da sie über fast ein Jahrhundert lang nur von wenigen Journalisten bekleidet wurde. Hodgkinson folgte John Parsons nach, der diese Rolle 23 Jahre lang innehatte und als führende Stimme in den Medien des Sports galt.
Der Journalist Oliver Brown äußerte seine Trauer und hob Hodgkinson als begabten Schriftsteller und Inspiration für viele durch seine Leistungen in jungen Jahren hervor. Der erfahrene Journalist Christopher Clarey erinnerte sich daran, ihn als einen der besten und liebenswürdigsten Kollegen gekannt zu haben, und trauerte um den Verlust eines Menschen, der noch immer voller Kreativität und Projekte war.
Nach seiner Zeit bei The Telegraph blühte Hodgkinson als freier Autor und Autor auf. Zu seinen bemerkenswerten Werken gehörte eine Bestseller-Biografie von Andy Murray, die 2013 veröffentlicht wurde, gefolgt von einem Buch über Murrays Trainer Ivan Lendl. Er blieb jeden Sommer in Wimbledon eine vertraute Persönlichkeit und steuerte Tennisbeiträge für das Olympiaprogramm 2012 in London bei, wobei er während seiner gesamten Karriere enge Verbindungen zum Sport pflegte.
Hodgkinsons Talente gingen über das Tennis hinaus. Er arbeitete an Mode- und Fitnessprojekten mit Prominenten wie Robbie Williams, Daniel Craig, Tom Hiddleston und dem Trainer Simon Waterson zusammen und produzierte Bestseller. Er verfasste außerdem ein erfolgreiches Buch für Naomi Osakas ehemaligen Trainer Sascha Bajin, das in Japan ein Bestseller wurde.
Seine jüngsten tennisbezogenen Bücher konzentrierten sich auf Novak Djokovic und Carlos Alcaraz. „Searching for Novak“ wurde 2025 mit dem International Sports Book of the Year Award ausgezeichnet und 2024 zum Times Sports Book of the Year gewählt. Es wurde in zehn Sprachen übersetzt. Die Novemberveröffentlichung „Being Carlos Alcaraz“ wurde für seine detaillierte Recherche und aufschlussreiche Erzählweise gelobt.
Tragischerweise ist Hodgkinson nicht die einzige Figur im Tennisjournalismus, die in letzter Zeit vorzeitig verloren gegangen ist.
Die Tennisgemeinschaft erinnert sich außerdem an Duncan McKenzie-McHarg
Vor Hodgkinsons Tod hatte die Tenniswelt bereits einen weiteren schmerzlichen Verlust erlitten: den Tod des australischen Sportreporters Duncan McKenzie-McHarg im vergangenen Jahr. Der 41-jährige Journalist starb nach einem Sturz aus einem Gebäude in Los Angeles, wo er seine Karriere nach seinem Umzug 2017 aufgebaut hatte. Sein Tod sorgte für Schockwellen in den Sportmedienkreisen.
McKenzie-McHarg war weithin als bekanntes Gesicht bei Stan Sport anerkannt und wurde während seiner Zeit in den USA für seine engagierte Berichterstattung und Präsenz auf dem Bildschirm respektiert.
Erinnerung an Mike Dickson
Im Jahr 2024 trauerte die Tennismedienwelt auch um den britischen Journalisten Mike Dickson, der während seiner Berichterstattung über die Australian Open in Melbourne verstarb. Dickson, 59 Jahre alt, hatte eine umfangreiche Karriere, die die Berichterstattung über 30 verschiedene Sportarten in fast 50 Ländern umfasste, und arbeitete zuvor auch als Cricket-Korrespondent. Seine Familie teilte die verheerende Nachricht von seinem plötzlichen Tod mit.
Jetzt, da Mark Hodgkinson sich dieser Liste angesehener Journalisten anschließt, die viel zu jung verloren gingen, ehrt die Tennisjournalistengemeinschaft sein Andenken und seine Beiträge.
Ruhe in Frieden, Mark Hodgkinson.