Novak Djokovic und Coco Gauff äußern sich besorgt über die Erhöhung des Preisgeldes der US Open auf 90 Millionen US-Dollar

Die US Open haben kürzlich eine beeindruckende Aktualisierung ihres Preisgeldes angekündigt, wodurch sich der Gesamtpool auf 90 Millionen US-Dollar erhöht. Diese Erhöhung um 20 % gegenüber den vorherigen 75 Millionen US-Dollar ist ein bedeutender Sprung, der Sportlern auf allen Ebenen zugute kommen soll. Mit dieser neuen Struktur erhalten Spieler, die in der Runde der letzten 128 ausscheiden, 110.000 US-Dollar, während Champions jeweils 5 Millionen US-Dollar erhalten. Trotz des deutlichen Anstiegs haben die Tennisstars Novak Djokovic und Coco Gauff ihre Vorbehalte geäußert.

Auf einer Pressekonferenz vor den US Open erkannte Djokovic die Erhöhung als positiven Schritt an, wies aber darauf hin, dass sie möglicherweise immer noch nicht ausreicht, um die allgemeinen finanziellen Probleme der Spieler zu lösen. Er betonte den kommerziellen Erfolg des Sports und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Bewertung der Preisgelder in Bezug auf Einnahmen und Inflationen und forderte weitere Verbesserungen, um die Athleten effektiv zu unterstützen.

Auch Coco Gauff begrüßte die Erhöhung, forderte aber, dass ein größerer Anteil der Turniereinnahmen als Preisgeld ausgeschüttet werden sollte. Gauff betonte die Bedeutung der Gleichberechtigung, insbesondere für Frauen im Sport, und verwies auf die Notwendigkeit ähnlicher Fortschritte in anderen Sportarten, um sicherzustellen, dass weibliche Athleten eine faire Vergütung erhalten.

Verband der Profitennisspieler meldet sich zu Wort

Die von Djokovic mitbegründete Professional Tennis Players Association (PTPA) schloss sich der Ankündigung ebenfalls an. Die PTPA erkannte das erhöhte Preisgeld zwar als Sieg für die Spieler an, betonte aber, dass es die systemischen Probleme, die den Sport plagen, nicht löst. Sie äußerten sich besorgt über den zermürbenden Saisonplan, Inkonsistenzen im Anti-Doping-System und eine generelle Missachtung der Stimmen der Spieler in Entscheidungsprozessen.

Die Haltung der PTPA deutet darauf hin, dass der Kampf für eine faire Vergütung im Tennis noch lange nicht vorbei ist, und zieht Parallelen zu anderen Sportsektoren, in denen die Athleten über bessere Löhne und Bedingungen verhandeln. Ihre laufenden rechtlichen Bemühungen zielen darauf ab, ein nachhaltigeres Wirtschaftsmodell für den Tennissport zu etablieren, das die Herausforderungen und potenziellen langfristigen Strategien widerspiegelt, die erforderlich sind, um das zukünftige Wohlergehen des Sports und seiner Athleten zu sichern.

Die Kommentare von Djokovic und Gauff sowie die Haltung der PTPA zeigen eine wachsende Bewegung im Tennis, die zu gerechteren finanziellen Vereinbarungen führt. Ihr kollektiver Widerstand gegen die Erhöhung der Preisgelder bei den US Open, trotz ihres rekordverdächtigen Charakters, unterstreicht ein breiteres Streben nach Fairness und Nachhaltigkeit in den wirtschaftlichen Praktiken des Sports.