Bei einer kürzlichen Pressekonferenz zum Berlin Tennis Open wurde Serena Williams gefragt, ob sie eine Wildcard im Einzel für Wimbledon annehmen würde. Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin reagierte unsicher und stellte ihre Einsatzbereitschaft in Frage, nachdem sie zuletzt nur zwei Doppelmatches bestritten hatte. Trotz ihrer anfänglichen Bezögerung ist nun bestätigt, dass sie bei Wimbledon nicht nur im Doppel, sondern auch im Einzel antreten wird.
Das Turnier gab offiziell bekannt, dass Serena Williams 2026 als Wildcard-Teilnehmer am Dameneinzel bei Wimbledon teilnehmen wird. Diese Nachricht wurde schnell zu einer der meistdiskutierten Entwicklungen vor der prestigeträchtigen Veranstaltung.
Nach der Ankündigung teilte Serena eine lockere Nachricht in ihren sozialen Medien, in der sie die Hoffnungen der Fans auf ihre lang erwartete Rückkehr zum Einzelwettbewerb bei SW19 bestätigte.
Der All England Club hatte absichtlich den letzten Wildcard-Platz im Dameneinzel zurückgehalten, bis Serena ihre Entscheidung traf. Als siebenfache Wimbledon-Einzelsiegerin warteten die Organisatoren geduldig auf ihre Annahme der Einladung.
Anfang dieser Woche schien Serena nach einer Doppelniederlage unsicher zu sein, ob sie im Einzel spielen sollte, und war überrascht, dass nur noch ein Wildcard-Platz übrig war. Wildcards sind spezielle Teilnahmen, die von den Turnierorganisatoren vergeben werden und es ausgewählten Spielern, darunter ehemalige Meister und Weltranglisten, ermöglichen, am Hauptfeld teilzunehmen, ohne die Standardqualifikationskriterien zu erfüllen.
Trotz des Angebots äußerte Serena weiterhin Unsicherheit bezüglich ihrer Bereitschaft während der Berliner Veranstaltung, was viele zweifeln ließ, wie ihre endgültige Wahl ausfallen würde.
Serena hat seit ihrem Rücktritt vor vier Jahren bei den US Open, wo sie in der dritten Runde besiegt wurde, kein Einzelmatch mehr bestritten. Damals vermied sie das Etikett des Rücktritts und beschrieb ihren Ausstieg vom Tennis als „weiterentwickelnd“ – ein Ausdruck, der bei den Fans Anklang fand.
Mit 44 Jahren wird sie bei Wimbledon sowohl im Einzel als auch im Doppel antreten, nachdem sie bereits zusammen mit ihrer Schwester Venus Williams eine Doppel-Wildcard angenommen hat. Für viele verspricht ihr Einzelcomeback schon vor Spielbeginn einer der ikonischen Momente des Turniers zu werden.
Rückblick auf Serenas letztes Wimbledon-Einzelmatch 2022
Vor vier Jahren trat Serena mit einer Wildcard in Wimbledon ein und kam dem Sieg in einem spannenden Spiel gegen Harmony Tan unglaublich nahe. Nachdem sie das Spiel in den Tiebreak des letzten Satzes gebracht hatte, verlor sie knapp mit nur zwei Punkten.
Als sie danach gefragt wurde, ob dies ihr letzter Wimbledon-Auftritt sein werde, antwortete Serena mehrdeutig und äußerte Unsicherheit bezüglich ihrer zukünftigen Teilnahme.
Obwohl sie sich schließlich vom Profitennis zurückzog, hinterließ Serena eines der größten Vermächtnisse in Wimbledon. Nach ihrer Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub 2017 erreichte sie bei ihren nächsten beiden Auftritten das Finale, verlor jedoch gegen Angelique Kerber und Simona Halep.
Ihre Wimbledon-Saison 2021 endete vorzeitig aufgrund einer Verletzung während eines Spiels gegen Aliaksandra Sasnovich.
Rasenplätze waren historisch gesehen Serenas stärkste Oberfläche. Sie hält eine beeindruckende Bilanz von 107 Siegen aus 123 Einzelspielen auf Rasen, was einer Siegesquote von 87 % entspricht.
Obwohl sie in den letzten neun Jahren keinen Grand-Slam-Einzeltitel gewonnen hat und ungerankt ins Turnier ging, haben Serenas jüngste Doppelleistungen im Queen’s Club und Berlin Hoffnung bei Fans und Analysten gleichermaßen neu entfacht. Die große Frage dreht sich nun darum, wie weit sie in der diesjährigen Wimbledon-Einzelauslosung vorankommen kann.